Die Handysucht nimmt immer größere Ausmaße an


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Handysucht

Die Handysucht breitet sich immer weiter aus, das belegen mittlerweile sogar aktuelle Studien. Gerade bei Jugendlichen scheint die Handysucht demnach sehr stark ausgeprägt zu sein. Viele von ihnen legen ihr Mobiltelefon gar nicht mehr aus der Hand. Ständig wird ein Blick aufs Display geworfen, ob nicht eine SMS angekommen, im Gruppenchat etwas Neues passiert ist oder ähnliches.

 

Handysucht bei Jugendlichen

Laut der JIM-Studie (Jugend, Information, Multimedia) wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren befragt. Überraschendes Ergebnis: Zwei Drittel gaben an, dass sie zu viel Zeit am Smartphone verbringen. Jeder Zweite zeigte sich sogar genervt von der immensen Flut der Nachrichten, die auf ihn einströmt.

Doch warum wird dann das Handy nicht einfach ausgeschaltet, anstatt der Smartphonesucht weiter zu frönen? Der Grund liegt im Ur-Bedürfnis des Menschen, nichts zu verpassen, dazu zu gehören und sich sozial eben nicht auszugrenzen. Daher wird alle paar Minuten das Handy gezückt, um die neuesten Nachrichten zu überprüfen. Wir lernen durch die Handysucht, dass wir immer perfekter werden müssen, immer schneller reagieren müssen. Wer das nicht tut, ist nicht mehr up to date.

 

Handysucht bei Erwachsenen

Doch auch bei Erwachsenen schlägt die Handysucht immer mehr durch. Wer einmal mit offenen Augen durch die Straßen geht, bemerkt schnell, dass es längst nicht mehr nur die Jugendlichen sind, die mit dem Handy in der Hand herumlaufen. Auch Erwachsene heben den Kopf höchstens noch, um nicht gegen den nächsten Laternenmast zu laufen.

Besonders kritisch ist die Handysucht bei Eltern mit kleinen Kindern zu sehen. Sie bringen morgens ihre Sprösslinge in den Kindergarten, achten aber gar nicht auf den Nachwuchs. Stattdessen tippen sie neue Nachrichten ins Smartphone oder lesen die aktuellsten Informationen aus Chats, Gruppen, Foren und Co. Schnell kann da etwas passieren, das Kind kann unbeaufsichtigt auf die Straße laufen und die Eltern bemerken es aufgrund der Handysucht noch nicht einmal.

 

Kinder fühlen sich durch Handysucht der Eltern vernachlässigt

Aktuelle Untersuchungen haben sogar ergeben, dass viele Kinder sich durch die Handysucht ihrer Eltern vernachlässigt fühlen. Sie haben das Gefühl, dass ihren Eltern das Smartphone wichtiger sei, als sie selbst. In Frankfurt geht man dagegen jetzt mit einer Initiative vor - allerdings auf Plakaten. Die Chance, dass Handysüchtige die Informationen auf den Plakaten lesen, ist jedoch gering, heben sie doch kaum einmal den Kopf vom Handy.